Vergiftungssymptome

Bevor man mit einer Entgiftung beginnt, ist es ratsam festzustellen, ob man überhaupt an einer Vergiftung leidet. Was eine Vergiftung ist und was die jeweiligen Vergiftungssymptome sind, da gehen die Einstellungen der Schulmedizin und der Naturheilkunde weit auseinander. Während Durchfall und Übelkeit in der Schulmedizin klar zugeordnete Symptome für eine Lebensmittelvergiftung oder Infektion sind, ist der Symptome-Katalog in der Naturheilkunde um einiges schwammiger. Dinge wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit können von einer Belastung des Körpers durch Giftstoffe herrühren, allerdings kommen auch viele andere Ursachen in Frage. Isst der Patient genug, schläft er genug, wie hoch ist die Stressbelastung? Bevor man jegliche Entgiftungsmethoden anfängt, sollte man aus diesem Grund immer erst einmal mit einem Arzt sprechen, ob denn eine Vergiftung festgestellt werden kann und wenn ja, welche. Selbst wenn nicht, kann man dem Arzt von seinem Vorhaben erzählen und die gewünschte Entgiftungsmethode mit ärztlicher Begleitung durchführen.

Um dennoch eine Vorstellung davon zu haben, welche Symptome ein Anzeichen auf eine Vergiftung darstellen können, haben wir für Sie diese Liste zusammengestellt. Sie ist kategorisiert in die Symptome der Schulmedizin – welche sich besser einer gewissen Erkrankung/Vergiftung zuordnen lassen – und die eher schwammigen Symptome der Naturheilkunde.

Die Symptome in der Schulmedizin
Untenstehend finden Sie die häufigsten Symptome, welche einer Vergiftung zugeordnet werden können. Einige davon wie z. B. Erbrechen, Durchfall oder sogar Zyanose haben die meisten von uns schon einmal erlebt. Andere Symptome, wie eine Bewusstseinsstörung, ist Ihnen bisher hoffentlich vorenthalten worden.

Erbrechen, Brechreiz, Übelkeit
Das Erbrechen ist ein Schutzmechanismus des Körpers, wodurch gefährliche Stoffe ausgestoßen werden. Es kann auftreten, wenn dem Körper Stoffe zugeführt worden sind, welche er als giftig identifiziert, wie z. B. Rohrreiniger, Tabletten oder verschimmeltes Brot. Auch eine Schwangerschaft oder eine Störung des Gleichgewichtsorgans können die Ursache von Übelkeit und Erbrechen sein.

Durchfall, Diarrhoe
Muss man täglich mehr als 3 mal die Toilette aufsuchen und hat ungeformten Stuhl, dann spricht man von Durchfall. Ausgelöst wird dieser oft durch eine Lebensmittelvergiftung oder eine Infektion. Aber auch zuviel Stress oder die Einnahme von Medikamenten können zu Durchfall führen. Leidet man an Diarrhoe, sollte darauf geachtet werden, dem Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung zu stellen, da, vor allem bei Kleinkindern, die Gefahr einer Dehydratation besteht. Aber auch den großen Verlust von Elektrolyten sollte man mit organisch gebundenen Mineralien wieder auffüllen.(1)

Bewusstseinsstörung, bis hin zur Bewusstlosigkeit
Von einer Bewusstseinsstörung ist die Rede, wenn eine Beeinträchtigung des Alltagsbewusstseins vorliegt. Dies kann eine Benommenheit sein, in der das Denken und Reaktionsvermögen verlangsamt sind oder eine Bewusstseinstrübung, bei der Denken und Handeln verwirrt sind. Es kann sogar soweit kommen, dass der Betroffene in ein Koma fällt, also einen Zustand aus dem er nicht mehr aufgeweckt werden kann. Eine von Vergiftung verursachte Bewusstseinsstörung kann durch Medikamente, Alkohol oder Drogen hervorgerufen werden.

Speichelfluss
Ein übermäßiger Speichelfluss, auch Hypersalivation genannt, kann auf viele Gründe zurückgeführt werden. Als Symptom einer Vergiftung tritt er zuweilen als Nebenwirkung mancher Medikamente auftreten, z. B. bei Parasympathomimetika.
Es gibt auch einen zu geringen Speichelfluss, Hyposalivation genannt, welcher von Medikamenten wie z. B. Antihistaminika ausgelöst werden kann. Auch nach dem Konsum von Cannabis tritt oft ein trockener Mund auf, hervorgerufen durch zu wenig Speichelproduktion.

Verengte oder erweiterte Pupillen
Während enge Pupillen auch durch grelles Licht hervorgerufen werden, so können auch Medikamente oder Drogen auf Opiatbasis ausschlaggebend dafür sein. Oft sieht man die sogenannten “Stecknadelaugen” bei Heroin Konsumenten.

Erweiterte Pupillen entstehen dann, wenn es dunkel ist und die Pupillen somit erweitert werden um mehr Licht für das Auge zur Verfügung zu stellen. Sie können im Kontext der Vergiftungssymptome allerdings auch durch pupillenerweiternde Medikamente oder Drogen wie Kokain hervorgerufen werden.

Hautveränderungen
Hierbei handelt es sich um Veränderungen der Haut in Relation zu einem früheren Zeitpunkt. Die Veränderung kann sich in einer veränderten Oberfläche, Farbe oder Beschaffenheit äußern. Gründe dafür kann eine Hauterkrankung sein welche durch einen Pilz hervorgerufen wird oder auch eine Vergiftung durch Barbiturate.(2)

Gefühls- bzw. Empfindungsstörungen
“Eingeschlafene” Beine oder Arme kennt wohl jeder. Es kribbelt und nach einiger Zeit ist es wieder gut. Auch Taubheitsgefühle, wie sie manchmal nach dem Besuch beim Zahnarzt entstehen, sind Ihnen bestimmt ebenfalls bekannt. All diese Symptome werden als Gefühls- bzw. Empfindungsstörungen kategorisiert. Meistens verschwinden Sie nach einiger Zeit von ganz allein, falls nicht , können sie Hinweise auf Probleme im Körper geben. Es können erste Anzeichen für Polyneuropathien sein oder auch Nervenentzündungen.
Allerdings können auch Alkohol oder Medikamente wie Antiepileptika oder Antidepressiva die Ursache für das Kribbeln sein. Auch eine eine Schwermetallvergiftung kann chronische Nervenschäden zur Folge haben, welche wiederum zu Sensibilitätsstörungen führen.(3)

Zyanose
Von einer Zyanose spricht man, wenn sich eine Blaufärbung an Lippen, Haut oder Fingerspitzen entwickelt. Oft kennen wir das, wenn wir lange im Kalten sind, besonders dann, wenn wir lange im kalten Wasser waren. Das ist ein natürlicher Vorgang und kein Grund zur Sorge, dabei spricht man von einer peripheren Zyanose.(4)
Allerdings gibt es noch eine andere Form der Zyanose, nämlich die zentrale Zyanose. Einen Test, welcher allerdings nicht 100% zuverlässig ist, um zu überprüfen ob es sich um eine zentrale oder periphere Zyanose handelt, ist zu überprüfen, welche Farbe die Zunge hat. Ist sie rosa, handelt es sich um eine periphere Zyanose. Ist sie allerdings blau gefärbt, deutet dies auf eine zentrale Zyanose hin.
Sie kann unter anderem durch Vergiftungen hervorgerufen werden, welche den Gasaustausch in den Zellen hemmen. Darunter können Vergiftungen durch Kohlenstoffdioxid oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten zählen. Bei einer Vergiftung durch Kohlenstoffmonoxid hingegen, tritt eine Zyanose nicht ein.(5)

Die aufgeführten Symptome können alle Zeichen einer Vergiftung sein, jedoch können sie ihren Ursprung auch ganz woanders haben. Während Durchfall von einer Lebensmittelvergiftung hervorgerufen werden kann, kann auch eine Erkrankung des Darms vorliegen. Wie Sie sehen sind auch oft Medikamente der Auslöser für bestimmte Symptome. Sie kennen sich am besten und wissen, ob Sie wissentlich in letzter Zeit Medikamente oder Drogen zu sich genommen haben und gewisse Symptome daher rühren können. Falls Sie die Vermutung haben, dass eine Vergiftung vorliegt, sollten Sie sich sofort an einen Arzt wenden.

Die naturheilkundlichen Vergiftungssymptome

Während die Symptome bei der Schulmedizin oft ziemlich klar den Ursachen hinsichtlich einer “Vergiftung” zugeordnet werden können, sind die Symptome in der Naturheilkunde schwammiger. Meist sind die Symptome hier auf eine Überbelastung der Entgiftungsorgane, oder eine Einlagerung von Giften zurückzuführen. Welche Gifte genau dafür allerdings ausschlaggebend sind, ist häufig unklar.

Chronische Müdigkeit
Wenn man trotz ausreichend Schlaf bereits am Morgen niedergeschlagen und energielos ist und selbst der Kaffee nicht mehr viel hilft, kann es sein, dass der Körper mit Giftstoffen belastet und unentwegt damit beschäftigt ist, diese abzubauen. Im Volksmund sagt man auch gerne “Müdigkeit ist der Schmerz der Leber”, denn die Leber ist unser größtes Entgiftungsorgan.(6)

Mundgeruch
Wird die Mundhygiene gründlich durchgeführt, mit regelmäßigem Zähneputzen, dem Benutzen von Zahnseide und sogar dem Reinigen der Zunge, sollte danach kein Geruch mehr vorhanden sein. Tritt trotz ausreichender Mundhygiene dennoch Mundgeruch auf, so kann dies auf eine Giftbelastung im Körper hinweisen. Wo genau im Körper ist kann dabei nicht festgestellt werden, denn nicht nur die veränderte Mundflora kann die Ursache sein, auch der Darm oder die Leber können Auslöser des Mundgeruchs sein.

Muskelschmerzen
Betreiben Sie Kraftsport oder gehen Sie joggen, ist es normal, dass Sie danach auch Muskelschmerzen haben. Haben Sie allerdings nichts davon gemacht und dennoch Schmerzen, als wenn Sie gerade ein Klavier in den 7. Stock geschleppt haben, dann kann dies ein Zeichen für eine Ansammlung von Giften im Körper sein. Denn oft lagern sich Körpergifte direkt in den Gelenken oder dem Muskelgewebe ein und können dort chronische Entzündungen hervorrufen.(7)

Hautprobleme
Treten plötzlich wieder vermehrt Pickel auf Ihrer Haut auf oder werden Sie von Juckreiz geplagt, dann könnte auch dies ein Anzeichen dafür sein, dass sich Gifte in Ihrem Körper festgesetzt haben. Auch Schuppenflechten oder seltsame Hautausschläge können einen Hinweis geben. Wenn die Entgiftungsorgane wie Leber, Darm und Niere überlastet sind, dann kann unser größtes Organ, die Haut, zu Hilfe eilen und zusätzlich Gifte ausleiten. Das äußert sich dann in den oben genannten Symptomen.

Geruchsempfindlichkeit
Manche von Ihnen kennen das: Gerüche die man ein Leben lang tagtäglich gerochen hat, kann man vom einen auf den anderen Tag nicht mehr riechen und versucht sie zu vermeiden. Die Gründe dafür können recht unterschiedlich sein. Frauen haben diese Erfahrung manchmal wenn sie schwanger werden, doch gibt es auch andere Gründe dafür. Wenn unser Körper mit etwas Toxinen belastet ist, kann es sein, dass er auch eine Hypersensitivität gegenüber Gerüchen entwickelt, um somit zu signalisieren, dass er nicht noch mehr damit belastet werden möchte.

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen treten meist plötzlich auf und verschwinden in der Regel auch genauso schnell wieder. Die Gründe dafür können vielseitig sein und von zu wenig Wasserkonsum oder zu viel Stress herrühren. Kommen sie allerdings regelmäßig vor, dann kann dies auf eine Erkrankung bzw. Belastung des Körper durch Gifte hinweisen.(8)

Scheiternde Gewichtsabnahme
Wenn wir Gifte in unseren Körper aufnehmen, dann werden diese bevorzugt im Fettgewebe gespeichert, damit sich unser Körper damit nicht auseinandersetzen muss. Entschließen wir uns dann abzunehmen, kann es sein, dass der Körper an den Fettreserven festhält, da es gleichzeitig auch die Depots für die Giftstoffe sind. Würde er das Fett abbauen, würden die Giftstoffe freigesetzt werden und unseren Organismus belasten. Klappt es also partout nicht mit dem Gewichtsverlust, können auch im Körperfett eingelagerte Gifte der Grund dafür sein.

Fazit
Vergiftungssymptome können sehr unterschiedlich sein. Bei all diesen Anzeichen kann es sich um eine Vergiftung handeln, muss es aber nicht. Wenn Sie bereits längere Zeit unter einem oder mehreren der genannten Symptome leiden, empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen. Ob Sie sich für einen naturheilkundlichen oder schulmedizinischen Arzt entscheiden, ist dabei Ihnen überlassen, wahrscheinlich werden die jeweiligen Ärzte allerdings unterschiedliche Herangehensweisen wählen, um festzustellen woran Sie erkrankt sind und dies zu behandeln.

Falls Ihr Arzt feststellt, dass eine Belastung durch Giftstoffe die Ursache für Ihre Beschwerden sind, können Sie sich in den Blog-Artikeln dieser Seite weiter informieren, welche Entgiftungsmethoden es denn gibt und diese nach Absprache mit Ihrem Arzt durchführen. In diesem Fall wünschen wir Ihnen eine erfolgreiche Entgiftung!
Sollte bei Ihnen, idealerweise, alles in Ordnung sein, dann freuen wir uns darüber auch sehr. Unser Körper ist durchgehend am Entgiften und Sie können sich einmal durchlesen, wie er das macht und was Sie selbst tun können um ihn dabei zu unterstützen.

Die größten Entgiftungsorgane sind zwar die Leber und die Nieren, aber auch die Lunge, Haut und weitere Organe tragen ihren Teil dazu bei. Und durch so etwas leckeres wie Kokoswasser können Sie diese Prozesse positiv beeinflussen.

Jetzt sind sie also gewappnet mit Informationen und Wissen. Und wenn Sie das nächste Mal an unerklärlichen Muskel- oder Kopfschmerzen, oder an Müdigkeit leiden, dann können Sie vielleicht schon besser einschätzen, was dies bedeuten kann und an wen Sie sich zu wenden haben.

 

Quellen

  1. https://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Krankheitsbilder/Vergiftungen.php?tid=2 (20.9.18)
  2. https://www.apotheken-umschau.de/kribbeln-taubheitsgefuehle (20.9.18)
  3. https://www.netdoktor.de/symptome/zyanose/ (20.9.18)
  4. https://flexikon.doccheck.com/de/Kohlenmonoxidvergiftung (20.9.18)
  5. https://link.springer.com/article/10.1007/BF00707883 (20.9.18)
  6. https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_63646076/leberschmerzen-so-erkennen-sie-einen-leberschaden.html (20.9.18)
  7. https://naturheilpraxis-frankson.de/aktuelles-detail/sie-sind-nicht-krank-sie-sind-vergiftet-selbsttest-bei-schwermetallbelastung.html (20.9.18)
  8. https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/schadstoffe-und-rueckstaende-gift-im-essen-3084258.html (20.9.18)

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Quellen

Mark Weiland

Mark Weiland ist veganer Rohköstler, Experte für Entgiftung und Rohkost, hat Medizin studiert und eine Ausbildung zum Ernährungsberater genossen. Er ist Filmproduzent für alles, was mit Ernährung, Gesundheit und Naturverbundenheit zu tun hat.
1 Kommentar
  1. Hallo, es gibt so viele Dinge, die uns etwas einschränken können. Unser Körper ist eine laufende Zeitbombe. Eine falsche Sache und wir sind tot. Hat unser Blut nicht genug Kalium, kann das schone ein Grund dafür sein. Danke für den tollen Beitrag!

    Januar 7, 2019 at 9:12 am - Anworten

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